Der SC Freiburg II hat sich am 21. Spieltag der Regionalliga Südwest 0:0 von Eintracht Frankfurt II getrennt. Dabei spielte der SC II in der letzen halben Stunde nach einer Roten Karte in Unterzahl.
Das erste Heimspiel der U23 des Sport-Club in diesem Jahr wurde bei deutlich angenehmeren Temperaturen als in den vergangenen Wochen angepfiffen. Nach der 0:1-Niederlage im Nachholspiel beim FSV Frankfurt vor einer Woche kletterte das Thermometer vor dem Anpfiff auf zweistellige Werte.
Mit zunehmender Spieldauer dürfte die Partie aber vor allem für ansteigende Innentemperaturen auf Freiburger Seite gesorgt haben, denn nach einem Platzverweis in der zweiten Halbzeit galt es in Unterzahl noch eine halbe Stunde lang, das eigene Tor und den Heimpunkt zu verteidigen.
Mit drei Änderungen ins erste Heimspiel
„Es war ein glücklicher Punkt für uns, den wir freilich gerne mitnehmen“, sagte Bernhard Weis nach seinem ersten Heimspiel als Trainer der U23. „Frankfurt war in der ersten Halbzeit sehr griffig und hatte einige gute Chancen. Wir waren nicht griffig genug und auch ein bisschen unsauber“, so der SC-Trainer. „Insgesamt sind wir aus dem Spiel heraus kaum zu Möglichkeiten gekommen. Nach der Roten Karte hat die Mannschaft dann bis zum Schluss gut verteidigt und sich den Punkt erkämpft.“
Gegen Eintracht Franfurt II rückten mit Ruben Müller, Noah Wagner und David Amegnaglo drei Spieler neu in die SC-Startformation. Auf der Bank saß erstmals auch Neuzugang Krish Raweri. Der Offensivspieler war in der Winterpause vom FC Gießen zum Sport-Club gewechselt.
Das Aufeinandertreffen der zweiten Mannschaften des SC Freiburg und von Eintracht Frankfurt bot von Beginn an Tempo und eine hohe Intensität. Ein Kopfball von Marco Wörner am langen Pfosten vorbei war die erste Gelegenheit für die Gastgeber. Für Frankfurt setzte Paul Wünsch (9.) den Ball nach einem Konter am Tor von Jaaso Jantunen vorbei. Fünf Minuten später ging ein Schrägschuss von Kaan Inanoglu knapp am langen Pfosten vorbei.
Gäste vor der Pause mit größerer Torgefahr
Der SC II war zunächst damit beschäftigt, den Elan der spielfreudigen Hessen zu bremsen und mit Energie dagegenzuhalten. Trotzdem kamen die Frankfurter zu einer weiteren guten Chance. Nach einem Querpass von Inanoglu setzte der frei stehende Marcel Wenig seinen Abschluss aber an die Werbebande neben dem SC-Tor. Der Sport-Club hatte noch Mühe, zu weiteren Möglichkeiten zu kommen. Einen Distanzschuss von Yann Sturm (27.) parierte Eintracht-Torwart Nils Ramming. Kurz darauf ging ein Freistoß des SC-Stürmers aus rund 20 Metern knapp über das Tor.
Nach einer halben Stunde hatte der SC II einen besseren Zugriff auf die Gäste gefunden. Gefährliche eigene Abschlüsse waren aber noch selten. Ein Schuss von Wörner (38.) wurde genauso geblockt wie kurz darauf der nächste Versuch von Amegnaglo. Letztlich blieb die umkämpfte und intensive erste Halbzeit, in der sich die Hessen die besseren Chancen erarbeitet hatten, torlos, auch weil Jantunen (44.) kurz vor der Pause bei einem Schuss von Inanoglu glänzend reagierte und abwehrte.
Sturm an die Latte, Rot für Steinmann
Einige Minuten nach dem Wiederanpfiff hätte Sturm beinahe zur Freiburger Führung getroffen. Ein Freistoß aus ähnlicher Position wie vor der Pause ging an die Querlatte (51.). Die Begegnung blieb temporeich und unterhaltsam. Der Sport-Club versuchte sich Kontrolle zu erarbeiten, die Gäste lauerten auf Balleroberungen, aus denen nicht selten Gefahrenmomente entstanden.
Nach einer Stunde kam Krish Raweri zu seinem Debüt im SC-Trikot – und kurz darauf musste der SC II in Unterzahl weiterspielen. Karl Steinmann hatte beim Versuch, vor Dominik Crljenec an den Ball zu kommen, unglücklich den Frankfurter von der Seite getroffen, was Schiedsrichter Kadir Yagci mit einer Roten Karte ahndete (65.).
In Unterzahl mit Leidenschaft und Jantunen
Der SC II blieb dennoch auch im Spiel nach vorne aktiv. Das Hauptaugenmerk lag allerdings nun auf kompakter Verteidigungsarbeit und dem Verhindern weiterer Frankfurter Chancen. Mit viel Leidenschaft, Einsatz und einem starken Jantunen im Tor gelang es dem Sport-Club, gegen die in der Schlussphase noch einmal druckvoller auftretenden Gäste, den ersten Punkt des Jahres zu verteidigen.
Eine weitere Möglichkeit für die Hessen besaß der eingewechselte Anas Alaoui (83.), dessen Kopfball am langen Pfosten vorbei flog. Einen Freistoß aus 18 Metern des ebenfalls in die Partie gekommenen Mehdi Loune (86.) wehrte Jantunen ab. Und auch bei einem Distanzschuss von Mark Müller reagierte der SC-Keeper stark und parierte.
Zum Start in den März ist der SC Freiburg II in einer Woche am 22. Regionalliga-Spieltag bei der SGV Freiberg zu Gast (Samstag, 1. März, 14 Uhr).
Dirk Rohde
Foto: Achim Keller
SC Freiburg II: Jantunen – R. Müller, Schopper, Hornschuh (46. Murray), Steinmann – Rüdlin, N. Wagner – Wiklöf (61. Raweri), Sturm (90.+1 Founes), Amegnaglo (75. Tober) – Wörner (75. Besio) | |
Trainer: Bernhard Weis | |
Bank: Nujic (Tor), Marino, Fetsch, Ketterer | |
Eintracht Frankfurt II: Ramming – da Silva Kiala, Crljenec, Doumbia, Hauswirth (72. Harangi) – Kolbe (72. Loune), Fenyö, M. Müller, Wünsch (88. Starodid) – Inanoglu (81. Yildirim), Wenig (81. Alaoui) | |
Trainer: Dennis Schmitt | |
Bank: Obert (Tor), Ghotra, Vrancic, Gaul Souza | |
Tore: | |
Gelbe Karten: – Crljenec | |
Gelb-Rote Karten: | |
Rote Karten: Steinmann (65.) | |
Schiedsrichter: Kadir Yagci (Seitingen-Oberflacht) | |
Zuschauer/innen: 1.055 |