Unser kommender Gegner, Borussia Dortmund, im Check (Samstag, 15:30 Uhr, live bei Sky, im Ticker in unserem Matchcenter sowie als Audioreportage „Sportclub live“).
Die Ausgangslage
Borussia Dortmund spielt mit zwei Anzügen. In der Champions League läuft es gut. Die Schwarzgelben stehen im Viertelfinale, in dem sie nun auf den FC Barcelona treffen. Anders sieht es in der Bundesliga aus. Die erfolgreiche Qualifikation für die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb in der kommenden Saison ist im Vergleich zu den Vorjahren keine Selbstverständlichkeit, vielmehr ein Kampf. Der BVB spielte zuletzt in ihnen eher ungewohnten Tabellenregionen. Platz zehn im letzten Saisondrittel, seit dem 17. Spieltag waren die Dortmunder nicht mehr einstellig platziert.
Am vergangenen Spieltag besiegte der BVB, der im Februar mit Niko Kovac einen neuen Trainer präsentierte, zum ersten Mal in diesem Kalenderjahr ein Topteam und hat damit einen ersten Schritt zurück nach oben gemacht. Im Signal Iduna Park feierte Dortmund gegen Mainz einen klaren 3:1-Sieg und hat damit nur noch vier Punkte Rückstand auf den Sport-Club und RB Leipzig (beide 42 Zähler) auf den Plätzen sechs und sieben. Dabei gelang Maximilian Beier, der im Sommer aus Hoffenheim kam, sein erster Doppelpack im Trikot des BVB. Der 22-Jährige erzielte in sechs Spielen sieben Tore, ist damit nach Serhou Guirassy (14 Tore) zweitbester Torschütze in Reihen der Schwarzgelben.
Nun geht es für die Dortmunder auch darum, in der Bundesliga wieder Konstanz zu finden. Erst einmal in dieser Spielzeit konnten die Westfalen zwei Spiele in Folge gewinnen. Der Sieg gegen die starken Mainzer am vergangenen Spieltag war ein erstes vorsichtiges Anklopfen ans obere Tabellendrittel. Nun muss die Mannschaft beweisen, dass sie nicht nur in K.o.-Spielen wie in der Champions League überzeugen kann.
Ehemalige Bekannte
Bereits sechs Spieler wechselten vom Breisgau nach Westfalen. Zwei davon fanden auch den Weg zurück nach Südbaden: Maximilian Philipp und Matthias Ginter. Nico Schlotterbeck verabschiedete sich im Sommer 2022 gen Dortmund. Torhüter Roman Bürki, Jörg Heinrich und Sebastian Kehl, der 2002 nach Dortmund ging und beim BVB mittlerweile Sportdirektor ist, gehörten zu den weiteren ehemaligen Spielern, die sowohl für den SC als auch die Borussia spielten.
Die Personalsituation
Zwar glänzte Nico Schlotterbeck beim Sieg gegen Mainz mit zwei Torvorlagen, sah gleichzeitig aber seine fünfte Gelbe Karte und wird damit nicht im Europa-Park Stadion auflaufen. Neben dem Innenverteidiger fehlt auch Yan Couto aufgrund einer Gelbsperre. Fraglich sind die Einsätze von Emre Can und Niklas Süle. Beide konnten in der aktuellen Woche noch nicht mit der Mannschaft trainieren. Gleiches gilt für Serhou Guirrasy, den muskuläre Probleme plagen.
Die Stimmen vor dem Spiel
Julian Schuster über den BVB: "Wir erwarten eine Mannschaft mit enorm viel individueller Qualität, die sich aber auch als Mannschaft stabilisiert hat – eine tolle Herausforderung, die uns am Samstag erwartet."
Niko Kovac über den Sport-Club: „Freiburg ist eine Mannschaft, die gerade über Standards sehr gefährlich ist und sehr intensiven Fußball spielen kann. Wir brauchen auch dort wieder, wie gegen Mainz, 100 Prozent. Ich hoffe, dass wir das Spiel wieder mit Konzentration, Fokus, Leidenschaft und Intensität angehen.“
Foto: Getty Images via DFL