Unser kommender Gegner, der 1. FC Union Berlin, im Check (Sonntag, 15:30 Uhr, live auf DAZN, im Ticker in unserem Matchcenter sowie als Audioreportage „Sportclub live“).
Die Ausgangslage
Die Saison begann für Union Berlin in Champions-League-Regionen. Ende Oktober und mit nur einer Niederlage nach den ersten acht Spieltagen stand das Unioner Logo weit oben in der Tabelle. Der Saisonstart erinnerte an die hervorragende Saison 2021/22, als die Berliner Fünfter wurden und sich – wie der Sport-Club – für die Europa League qualifizierten.
Doch dann – im November vergangenen Jahres – wurde aus dem Leistungshoch ein Leistungstief. Union verlor acht Partien in Folge, außerdem das Pokalspiel bei Arminia Bielefeld in der zweiten Runde. Höhepunkt des Negativtrends kurz vor Jahresende war das Spiel gegen den VfL Bochum. Ein Feuerzugwurf kostete die Berliner beim 1:1 einen sportlich erkämpften Punkt, das Spiel wurde später am grünen Tisch zu Gunsten des VfL gewertet. Für Trainer Bo Svensson war nach Weihnachten Schluss, Anfang Januar stellten die Berliner Steffen Baumgart als neuen Coach vor.
Mit Baumgart hat sich die Formkurve stabilisiert und vor der Länderspielpause setzten die Hauptstädter mit einem Sieg bei Eintracht Frankfurt sowie einem Unentschieden gegen Bayern München zwei Ausrufezeichen und sammelten wichtige Punkte in der unteren Tabellenhälfte. Den Ausgleichstreffer gegen den Tabellenführer erzielte Benedict Hollerbach, mit sieben Toren bester Torschütze bei Union und der Spieler mit den zweitmeisten bestrittenen Zweikämpfen der Liga.
Die Berliner erlebten in ihrer sechsten Bundesligasaison, die bislang von Höhen und Tiefen geprägt ist, zuletzt wieder einen kleinen Aufschwung. Trainer Baumgart wollte die beiden vergangenen Spiele jedoch nicht zu hoch hängen: „Ob wir uns jetzt wirklich schon gefunden haben und gleich im richtigen Fahrwasser sind, werden wir nach dem Spiel in Freiburg sehen.“
Ehemalige Bekannte
Zwei sehr verschiedene Städte. Die eine: eine Weltstadt. Hauptstadt Deutschlands. Mit über 3,8 Millionen Einwohnern. Die andere: südlichste Großstadt Deutschlands. Studentenstadt. Knapp 240.000 Einwohner. Es gibt nicht viele Gemeinsamkeiten zwischen Berlin und Freiburg. Aber: Bereits zwölf aktuelle oder ehemalige Spieler trugen in ihrer Karriere das Trikot von Union Berlin und dem Sport-Club: Florian Bruns, Nico Schlotterbeck, Max Kruse, Keven Schlotterbeck, Raphael Gikiewicz, Wooyeong Jeong, Janik Haberer, Dominique Heintz, Marc Torrejón, Jörg Heinrich, Joshua Mees, Alexander Schwolow. Jeong, der im Sommer vom VfB Stuttgart in die Hauptstadt wechselte, Haberer und Schwolow spielen aktuell für die Berliner, Bruns steht an der Seitenlinie beim Sport-Club.
Die Personalsituation
Bis auf die Mittelfeldspieler Aljoscha Kemlein und Robert Skov stehen dem Berliner Trainerteam alle Spieler zur Verfügung. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Andras Schäfer. Der Ungar erlitt beim Nations-League-Spiel eine Gehirnerschütterung zu.
Die Stimmen vor dem Spiel
Julian Schuster über Union Berlin: "In den letzten beiden Spielen haben sie stabile Leistungen gezeigt. Sie können leidenschaftlich verteidigen, haben viele Jungs auf dem Platz, die viel investieren. Sie sind kompakt, da ist es schwierig, Räume zu finden. Und sie sind gefährlich im Umschaltspiel."
Steffen Baumgart über den SC Freiburg: "Freiburg ist sehr erfahren. Sie können sehr gut verteidigen und machen aus wenig viel. Sie spielen deshalb um die internationalen Plätze mit und sind daher eine große Herausforderung für uns."
Foto: DFL/Getty Images