Kampfbetontes 0:0 beim 1. FSV Mainz

Profis
18.09.2021

Der Sport-Club bleibt auch am fünften Spieltag der Saison 2021/22 ungeschlagen. Beim torlosen Unentschieden gegen den 1. FSV Mainz 05 präsentierten sich die Breisgauer kompakt und giftig.

"Wir wollten nicht, dass es ein wildes Spiel wird, das ist uns gelungen," stellte Christian Streich nach Spielende fest und ergänzte: "Es ist spielerisch nicht schön gewesen, es ist gegen Mainz sehr schwer in die Räume zu kommen. Wir hatten immer eine gewisse Kontrolle, aber lange keine guten Torchancen. Ich bin zufrieden, weil wir eine gewisse Form von Stabilität gezeigt haben - spielerisch können wir es besser machen."

"Freiburg war sehr gut eingestellt. Mit der ersten Halbzeit können wir nicht zufrieden sein, da waren wir zu träge. Die zweite Halbzeit war einen Tick besser, aber so viele Chancen hatten wir nicht. Das Ergebnis ist gerecht," kam sein Gegenüber Bo Svensson zu einem ähnlichen Fazit. 

Systemwechsel in Rheinhessen

Neben drei Wechseln in der Startelf im Vergleich zum 1:1 gegen den 1. FC Köln, entschied sich das Freiburger Trainerteam auch zu einer Systemumstellung. Statt im 4-4-2, lief der Sport-Club gegen die Rheinhessen im 3-4-3 auf. Neu ins Team rutschten Kevin Schade – der sein Bundesligastartelf-Debüt feiern konnte -, Janik Haberer und Manuel Gulde. Dafür nahmen Vincenzo Grifo, Maximilian Eggestein und Wooyeong Jeong zunächst auf der Bank Platz.

Zwei Neue hingegen beim 1. FSV Mainz 05: Adam Szalai und Alexander Hack starteten für Karim Onisiwo und den verletzten Moussa Niakhaté. Die Mainzer, mit drei Siegen aus den ersten vier Spieltagen stark aus den Startlöchern gekommen, formierten sich im 3-5-2.

Ausgeglichen, aber chancenarm

Beide Trainer hatten Spiel und Qualität des jeweiligen Gegners vor dem Spiel ausgiebig gelobt. Wenig verwunderlich war daher, dass sich keine der beiden Mannschaften in der Anfangsphase eine Blöße geben wollte. Das Spiel begann auf gutem Niveau, aber ohne hohes Risiko. Die ganz großen Torchancen blieben bis weit in die zweite Hälfte aus.

Die Geschichte des ersten Durchgangs ist daher schnell erzählt. Der junge Kevin Schade hatte die erste gute Gelegenheit des Spiels. Sein Abschluss von der Strafraumkante wurde aber zur Ecke abgefälscht (15.). Es folgten in kurzem Abstand weitere Freiburger Chancen durch Nico Schlotterbeck (16.) und Philipp Lienhart (18.), die ihr Ziel aber ebenfalls verfehlten.

Die Gastgeber, in der Anfangsviertelstunde offensiv nicht präsent, kamen ihrerseits in Person von Eigengewächs Jonathan Burkardt das erste Mal gefährlich vor das Freiburger Tor. Philipp Lienhart konnte in letzter Sekunde vor dem durchgebrochenen Mainzer klären (22.). Es sollten die einzigen Aufreger einer zwar intensiven aber höhepunktarmen ersten Halbzeit bleiben. Stattdessen dominierten die aufmerksamen Defensivreihen beider Mannschaften, an denen kaum ein vorbeikommen war.

Am Bild zweier diszipliniert verteidigender Teams änderte sich auch im zweiten Durchgang zunächst nicht viel. Die Rheinhessen wurden etwas offensiver, stellten den Sport-Club nun bereits am eigenen Sechzehner. Eine Maßnahme, die in der 57. Minute beinahe Früchte getragen hätte. Gegen Jonathan Burkardt, der auf dem Weg in den Strafraum Manuel Gulde überlaufen hatte und aus zehn Metern satt abzog, rettete Mark Flekken mit einem starken Reflex. Auch zehn Minuten vor Spielende hielt der niederländische Keeper das 0:0, als er gegen Jeremiah St. Juste das Eins-gegen-Eins für sich entscheiden konnte (80.).

Ein richtiger Spielfluss wollte indes lange nicht aufkommen. Stattdessen sahen die 13.500 Zuschauer zwei Mannschaften, die um jeden Ball kämpften und sich selbigen nach kurzen Ballbesitzphasen immer wieder gegenseitig abnahmen. Das Tempo blieb hoch, die Fehlpassquote auch.

Grifo hat das 1:0 auf dem Fuß

Hatten die ersten 35 Minuten des zweiten Durchgangs eher den Gästen gehört, setzte der Sport-Club ab der 80. Minute zur Schlussoffensive an. Zweimal wurde es vor dem Mainzer Kasten noch richtig gefährlich: Zunächst köpfte Philipp Lienhart eine Hereingabe vom langen Pfosten zurück in die Mitte, wo Nico Schlotterbeck den Ball drei Meter vor dem Tor um Haaresbreite verfehlte (84.). Mit Abpfiff hatte außerdem der inzwischen eingewechselte Vincenzo Grifo die große Chance, den Gästen einen Dreier zu bescheren. Seinen Schlenzer aus 15 Metern kratzte Keeper Robin Zentner aber artistisch aus dem Winkel (90. +3) – es blieb beim torlosen Remis.

Durch das 0:0 und das fünfte ungeschlagene Spiel seit Saisonbeginn hat der Sport-Club einen über 15 Jahre alten Saisonrekord eingestellt. Mit nun 9 Punkten aus den ersten fünf Spielen, empfangen die Breisgauer am Sonntag in einer Woche den FC Augsburg zum letzten Spiel im Dreisamstadion.

David Hildebrandt

Foto: Achim Keller

Stenogramm

Aufstellung Heimteam: Zentner - St. Juste, Bell, Hack - Widmer, Kohr, Lucoqui, Barreiro, Boetius (88. Stöger) - Burkardt (59. Ingvartsen), Szalai (46. Onisiwo)  
Trainer: Bo Svensson  
   
Aufstellung Auswärtsteam: Flekken - Gulde, Lienhart, N. Schlotterbeck - Kübler (90.+4 K. Schlotterbeck), Keitel, Haberer (66. Eggestein), Günter - Schade (81. Grifo), Höler (66. Petersen), Sallai (81. Jeong)  
Trainer: Christian Streich   
   
Tore: -  
Gelbe Karten: Hack (45.), Zentner (90.+4) - Schlotterbeck (64.)  
Gelb-Rote Karten: -  
Rote Karten: -  
Schiedsrichter: Benjamin Brand  
Zuschauer: 13.500  

 

 
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